Bob, der Baumeister

Sie haben ein Loch in mein Leben gesprengt, in dieses kunstvoll errichtete, verziert mit den Statuetten der Leistung, mit den Säulen des Ehrgeizes, hoch hinauf gebaut, um der Liebe nahe zu kommen. 

Die Säulen haben gewackelt und Risse bekommen, die Statuetten sind am Boden zerschellt und einige Fenster sind zerborsten.

Ich habe versucht, das Leben zu flicken. Neue Fensterscheiben habe ich eingesetzt und das Loch zugemauert. Die Trümmer der Statuetten und die Glasscherben habe ich aufgekehrt und auf einen großen Haufen geschichtet.

Und dann habe ich die Reste im Keller gefunden. Die Reste von dem Dynamit, das die Attentäter zurückgelassen haben. 

Durch ein unglückliches Missgeschick  ist mein Streichholz auf den Boden gefallen und genau am Ende der Zündschnur gelandet.

Das Leben ist mir mit einem lauten Knall um die Ohren geflogen, die Säulen sind umgestürzt, die Wände sind eingestürzt und die neuen, frisch geputzten Fensterscheiben sind zersprungen und mitten in den Trümmern gelandet. Die Grundfesten sind ausgebrannt und dort, wo mein Leben war, ist nun ein schwarzes Loch, das noch ein wenig raucht.

Dann hat sich der Rauch verzogen und aus den Steinen sind Gräser gewachsen und Blumen auch. Sie sind bunt. Rot ist der Mohn und blau die Kornblume, lila die Glockenblume und große, gelbe Sonnenblumen sind auch dabei.

Ich sehe sie durch das Fenster der Baracke, die ich aus den Resten meines Lebens gebaut habe. 

Es sieht sehr schön aus.